U-Bahn fahren in Tōkyō

by:

Tōkyō

U-Bahn fahren in Tōkyō: Ein Horror! So wird es in den Medien zu mindestens immer wieder dargestellt. Doch so krass ist es eigentlich gar nicht.

Besser als in Japan ist die Bahn wohl nirgends organisiert. Hier kommen die Waggons in minütlichem Rhythmus angebraust, geben Menschenmassen frei, nehmen neue Massen auf und düsen weiter. Von Station zu Station.

Den Überblick zu behalten, ist kinderleicht. Jede Linie hat eine eigene Farbe, Markierungen auf dem Boden oder etliche Schilder führen selbst auf den unübersichsten Bahnhöfen zum Gleis. Orientierung für Dummies.

Das einzige Ärgernis sind derzeit Grabscher. Für weibliche Fahrgäste gibt es allerdings Frauenwaggons. Ansonsten sind die Fahrten in Tokios Zügen eher entspannend. Ein Muss für jeden, der sehen möchte, wie Japaner im Stehen schlafen.

Übrigens: Sogenannte Reinschieber gibt es heute nur noch selten. Wenn niemand mehr in den Zug passt, bleibt man geduldig stehen und wartet kurz auf den nächsten Express, denn die Anbindung ist fantastisch. Und das nicht nur in Tokio selbst, sondern im ganzen Land. Mit dem Auto nach Osaka fährt man 6 1/2 Stunden. Alle 7 Minuten fährt ein Superexpress. Und der braucht nur die Hälfte der Zeit.

Comments are closed.